Der Traum vom Titel bei der Euro 2008 ist geplatzt

Spanien hat nach einer Auszeit von 44 Jahren wieder einmal ein großes Turnier gewonnen. Im Finale der Europameisterschaft 2008 in Wien setzte sich Spanien mit 1:0 gegen Deutschland durch, das goldene Tor schoss der für den FC Liverpool spielende Fernando Torres. Die deutsche Elf, bei der Kapitän Michael Ballack seine Wadenverletzung in den Griff bekam und von Anfang an auflaufen konnte, kam zwar in den ersten 10 Minuten besser ins Spiel und hatte durch Miroslav Klose nach einem Fehlpass von Sergio Ramos fast die erste Möglichkeit, doch Klose konnte den Ball nicht richtig unter Kontrolle bringen und verschenkte so eine gute Möglichkeit. Nach einer Viertelstunde kamen dann aber die Spanier ins Spiel und wären in der 15. Minute fast durch ein Eigentor von Christoph Metzelder in Führung gegangen, doch Jens Lehmann konnte dessen nicht geplante Aktion gerade noch abwehren. Die deutsche Abwehr um Christoph Metzelder und Per Mertesacker konnte fast nichts gegen den schnellen und quirligen Fernando Torres ausrichten, der in der 23. Minute den rund 30 Zentimeter größeren Mertesacker locker im Kopfball-Duell übersprang und den Ball zum Glück für die deutsche Elf gegen den Pfosten köpfte. Zehn Minuten später, in der 33. Minute war es dann aber für die Spanier soweit, nach Pass von Xavi Hernandez kam es zum Laufduell zwischen Fernando Torres und Philipp Lahm. Lahm hatte Torres eigentlich schon abgelaufen und wartete auf den herauseilenden Jens Lehmann, doch eine kleine Sekunde der Unachtsamkeit von Philipp Lahm genügte Fernando Torres um den Ball eiskalt über Torhüter Lehmann zur 1:0 Führung ins Tor zu lupfen. Von der deutschen Mannschaft um Podolski, Klose und Schweinsteiger war zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu sehen, in der 37. Minute kam einzig und allein Hektik auf, da Capitano Michael Ballack mit einer Platzwunde nach einem Duell mit Senna blutend vom Platz musste um behandelt werden zu können. In der Halbzeitpause musste dann auch noch Philipp Lahm mit einer Risswunde am Fuß vom Platz und wurde durch Marcell Jansen ersetzt. Die Halbzeitansprache von Joachim Löw hatte nach der Halbzeit aber auch keine Wirkung, denn die Spanier dominierten weiter das Spiel und hatten genug Möglichkeiten das 2:0 zu erzielen. In der 58. Minute brachte dann Löw mit Kevin Kuranyi den zweiten Stürmer für Thomas Hitzlsperger, doch auch diese taktische Änderung brachte fast keine Wirkung, zwar hatte Kapitän Ballack in der 60. Minute die einzig nennenswerte Chance, als er von der Strafraumgrenze den Ball nur knapp am Tor vorbeischoss, doch ansonsten hatte Spaniens Torwart Iker Casillas einen ruhigen Abend. Auf der anderen Seite musste Jens Lehmann ein ums andere Mal mit Glanzparaden das 2:0 verhindern, denn sowohl Sergio Ramos in der 68. Minute per Kopf als Andres Iniesta in der 69. Minute hatten Großchancen. Schiedsrichter Roberto Rosetti aus Italien machte ein gutes Spiel und hatte nur eine richtige große Fehlentscheidung. In der 64. Minute gerieten Lukas Podolski und David Silva aneinander und der Spanier versuchte einen Kopfstoss, was eine klare Tätlichkeit war und mit der roten Karte bestraft hätte werden müssen. Spaniens Trainer Aragones handelte danach sofort und wechselte Silva aus, für ihn kam Santi Cazorla. In der 79. Minute wechselte Bundestrainer Löw schließlich Mario Gomez für Miroslav Klose ein, doch auch Gomez konnte keine Wende mehr bringen und die deutsche Elf verlor mit Recht gegen eine stärkere Mannschaft aus Spanien. Somit holte sich Spanien zum ersten Mal seit 1964 wieder einen Titel und die Jubelbilder um Kapitän Iker Casillas und Trainer Luis Aragones zeigten, dass ganz Spanien heiß auf diesen Titel war. Neben dem Titel sicherte sich der im Finale verletzte David Villa mit 4 Treffern die Torjäger-Trophäe.

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